Erst Infrastruktur, dann Kultur!

Liebe Chemnitzer, werte Wähler,

viele von Ihnen haben bereits gesehen, dass wir neue Plakate entworfen haben. Ich möchte Ihnen in einer kleinen Serie meine Gedanken zu den neuen Plakaten mitteilen.

Heute: Erst Infrastruktur, dann Kultur!

Das städtische Straßennetz, die Brücken, die Infrastruktur und städtischen Einrichtungen leiden unter einem massiven Investitionsstau, der jedes Jahr größer wird. Dieser muss beseitigt werden. Der Zustand ist stellenweise so schlecht, das Brücken bald gesperrt werden müssen. Um die Stadt attraktiv zu machen, müssen wir investieren.

Sie werden fragen, woher das Geld dafür kommen soll?

Chemnitz hat im bundesdeutschen Vergleich sehr hohe Baukosten. Zum Beispiel kostet eine Schule im Bundesdurchschnitt 7 bis 15 Millionen Euro, in unserer Stadt aber 28 Millionen Euro. An diesem Beispiel sieht man schon das hohe Sparpotential.

Meine Aufgabe wird es sein, das Baudezernat für die kommenden Aufgaben fit zu machen. Ziel muss es sein, Baustellen so zu planen und durchzuführen, dass die Beeinträchtigungen für die Anwohner und Nutzer so kurz und so gering wie möglich sind.

“Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.”

Unsere Vorfahren haben das beherzigt. Chemnitz war eine Industrie- und Arbeiterstadt. Wir hatten keinen Louvre und auch nicht das Kolosseum. Wir sind nicht Venedig und bei uns steht auch nicht die Mailänder Scala. Chemnitz galt als sächsisches Manchester.

Der Wohlstand der Stadt – das waren die Facharbeiter, die Ingenieure, die Unternehmer, die Produkte, die in alle Welt exportiert wurden. Als das Geld verdient war, spendierten sich die Chemnitzer ihre Kulturstätten. Oper und Theater, Museen und Museentempel zum Vergnügen. Immer bescheiden, aber auf hohem Niveau.

Eine entrückte Elite hat die Stadt ihrer Geschichte und damit ihrer Lebensgrundlage beraubt. Chemnitz sollte so viel sein in den vergangenen Jahren, was die Stadt nie war und nicht ist: Stadt der Moderne und nun vermutlich Europäische Kulturhauptstadt.

Nicht die hochsubventionierte Kultur erschafft neue Arbeitsplätze. Es sind die Arbeiter und Angestellten, die Unternehmer und Freiberufler, die durch ihre Steuern bezahlbare Kultur für die Chemnitzer Bevölkerung erst möglich machen.


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